Die
Deutsche Stiftung Friedensforschung
Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) wurde
im Oktober 2000 durch die Bundesrepublik Deutschlang, vertreten durch
das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF), gegründet.
Sie ist eine Einrichtung der Forschungsförderung und führt keine
eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen durch.
Als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts ist die DSF
politisch und finanziell unabhängig.
Ihren Sitz hat die Stiftung im Steinwerk
Ledenhof in der Friedensstadt Osnabrück.
Stiftungsorgane
Der Stiftungsrat ist das oberste Entscheidungsgremium der DSF. Ihm gehören 15 Mitglieder aus der Wissenschaft, der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag an.
Aus dem Kreis der Stiftungsratsmitglieder wird ein dreiköpfiger Geschäftsführender
Vorstand gewählt.
Vorsitzender der Stiftung ist Prof.
Dr. Volker Rittberger.
Der Wissenschaftliche
Beirat berät die Stiftung bei der Gestaltung und Evaluierung
der Förderprogramme. Er unterstützt die Vermittlung wissenschaftlicher
Ergebnisse in die Öffentlichkeit und politische Praxis.
Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats ist Dr.
Constanze Stelzenmüller.
Stiftungsauftrag und Stiftungszweck
Der Stiftungsauftrag und Stiftungszweck ergeben sich aus dem Stiftungsgeschäft
und der Satzung der DSF. Die Gründung der Stiftung erfolgte hiernach
mit der Zielsetzung, „die Friedensforschung ihrer außen-
und sicherheitspolitischen Bedeutung gemäß insbesondere in
Deutschland dauerhaft zu stärken und zu ihrer politischen und finanziellen
Unabhängigkeit beizutragen.“ (§2 der Satzung)
Im Stiftungsgeschäft wird hierzu ferner ausgeführt:
„Die DSF soll das friedliche Zusammenleben der Menschen und Völker
fördern. Sie soll mit helfen, Voraussetzungen und Bedingungen dafür
zu schaffen, dass Krieg Armut, Hunger, Unterdrückung verhütet, Menschenrechte
gewahrt und die internationalen Beziehungen auf die Grundlage des Rechts gestellt
werden.“
Erfüllung des Stiftungszwecks
Der Stiftungszweck wird satzungsgemäß durch folgende Aufgabenstellungen erfüllt:
- Förderung und Initiierung wissenschaftlicher Vorhaben
- Durchführung nationaler und internationaler wissenschaftlicher Konferenzen
- Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Die Stiftung unterstützt im Rahmen der Projektförderung innovative Forschungsvorhaben im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung. Das Spektrum der Disziplinen reicht von den Geistes- und Sozialwissenschaften bis hin zu den Naturwissenschaften. Der Förderung multi- und interdisziplinärer Forschungsvorhaben misst die Stiftung einen hohen Stellenwert bei.
Mit der Struktur- und Nachwuchsförderung unterstützt die Stiftung Projekte, die zu einer nachhaltigen strukturellen Stärkung der Friedens- und Konfliktforschung beitragen. Das laufende Programm, in dessen Rahmen keine weiteren Ausschreibungen mehr möglich sind, hat ein Volumen von rund fünf Millionen Euro.
Die Stiftung trägt ferner dazu bei, die Friedensforschung national und international zu vernetzen. Sie unterstützt die Vermittlung der Ergebnisse aus den geförderten Projekten in die Öffentlichkeit und die politische Praxis.
