Promotionsprojekte 2005 - 2007 im Rahmen der DSF an der Philipps- Universität Marburg / Zentrum für Konfliktforschung:

1. Cordula Dittmer

Friedensmacht und Einsatzbereitschaft – Eine Analyse der aktuellen militärpolitischen Entwicklungen mit besonderer Berücksichtigung einer Genderperspektive

Seit Ende des Kalten Krieges haben sich die Aufgaben des Militärs, so scheint es, grundlegend verschoben: Der massive soziale Wandel auf globaler Ebene hat zu einer verstärkten Vernetzung aller gesellschaftlichen und politischen Akteure geführt; Kriege, Konflikte und Naturkatastrophen betreffen zunehmend die Weltgesellschaft als Ganze. Vor diesem gesamtgesellschaftlichen Hintergrund steht nicht mehr die Verteidigung der Landesgrenzen im Mittelpunkt, zunehmend übernimmt das Militär auch im Ausland Aufgaben, die zuvor zivilen Organisationen vorbehalten waren, wie den Aufbau von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen.
Auch die Bundeswehr erweitert in multinationalen Verbänden ihr Aufgabenspektrum und fokussiert dabei insbesondere den Topos der „Friedensmacht Deutschland“ (Wahlkampagne der SPD zur Bundestagswahl 2002). So übernimmt sie – neben ihrer genuinen Funktion als Sicherheitsorgan des Staates – eine neue Rolle als Entwicklungshelfer (bspw. im Kosovo und Kundus) und Polizei (wie in Afghanistan). Diese Übernahme sozialer Verantwortung von Seiten der (militärischen) Sicherheitsorgane geht mit einer Erweiterung des Sicherheitsbegriffes einher, d.h. der Integration von wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Aspekten in die Außen- und Sicherheitspolitik.
Eine detailliertere Betrachtung der skizzierten Entwicklung zeigt jedoch zahlreiche weitere Fragen von gesellschaftspolitischer Relevanz auf: Kann und sollte das Militär die suggerierten Aufgaben als ziviler Akteur in der Konfliktbearbeitung leisten? Bedeutet die Aufwertung des zivilen Aspekts eine Aufwertung des Militärischen unter dem Deckmantel humanitärer Interventionen, wie es bspw. Hardt/Negri behaupten oder kommt es zu einer „Zivilisierung“ des Militärs wie Däniker argumentiert? Entwickelt sich das Militär damit zu einer Organisation, in der verschiedene Organisationslogiken und -ziele organisationsintern verknüpft sind? Ist das Konstrukt des „neuen Soldaten“ das des „kämpfenden Sozialarbeiters“? Wie stellt sich diese Entwicklung auf der Handlungsebene aus der Sicht der Akteure dar? Können die Soldaten und Soldatinnen diese Aufgaben bewältigen und welche Legitimationsstrategien ziehen sie selbst für ihre Arbeit heran? Wie sehen sie ihre Aufgaben in der Konfliktregelung und welche Erfahrungen und Probleme werden relevant?
Die Bundeswehr hat jedoch nicht nur mit der Bewältigung neuer sicherheitspolitischer Aufgaben und Umstrukturierungen zu kämpfen, auch die Öffnung des bewaffneten Dienstes für Frauen und die wachsende internationale Aufmerksamkeit für Frauen als Opfer von Kriegen stellt sie vor neue Herausforderungen. So lassen sich die o.g. Fragen um eine Genderperspektive erweitern: Welche Rolle spielen Frauen in der Diskussion um Peacekeeping-Einsätze generell, speziell aber für die Bundeswehr? Welche Frauen- und Männerbilder kursieren in diesen Kontexten und welche Rückschlüsse lassen sich daraus auf die zukünftigen Aufgaben des Militärs ziehen? Wie wird die oft geforderte Integration einer Genderperspektive in der Bundeswehr im Einsatz umgesetzt und welche Folgen zeitigt dies in der Arbeit mit zivilen Hilfsorganisationen in Krisenregionen?

2. Friederike Fuhlrott

Ways to Peace? Peacebuilding after Peace Accords: the integration of Ex-Combatants. Case Study: Burundi

Dissertation erschienen:

Fuhlrott, Friederike: The Reintegration of Ex-Combatants. A Case Study of Burundi.
Baden-Baden: Nomos 2008.

The object of investigation for the PhD project is an exploration of demobilisation and reintegration programmes. The group highlighted in this investigation is ex-combatants. Several countries that have signed peace agreements during different time periods will be considered, regarding Burundi as a case study. Thus, this project intends to shed light on the post-conflict phase. The data found will then be looked at against the country’s own cultural and traditional background. At the same time the project will determine if reintegration into civil society is even possible. It is clear that after long years of civil strife, civil society does not exist as it did before and there is not a basis left for ex-combatants to be easily reintegrated. Apart from that it will be looked at traditional reintegration mechanisms in Burundi.
Official peace accords and democratic elections are, however, not sufficient to build sustainable peace. This is especially the case in fragile states plagued by long years of war. At least one generation has now grown-up in war and violence and for them a peaceful way of life has not been learnt. Since independence in Burundi and similar to other post-war countries, the inhabitants have not been shown a different way of dealing with conflict and therefore will revert to their status quo of violence. In times of peace every group of society will accrete and constitute itself newly because behaviours in war and peace time is very different. In post – conflict all groups of society have to grow together to become a society in general and a civil society in particular. One of these groups are ex-combatants. This project aims to analyse the impact of reintegration programmes for this group. It is the main interest of this work to make a scientific contribution by contributing to the practice of demobilisation and integration work.

3. André Bank

Staatlichkeit und Gewaltkontrolle im Vorderen Orient – Eine vergleichende Analyse innergesellschaftlicher Konflikte in Algerien, Bahrain, Jordanien und Syrien


In den letzten Jahren ist der souveräne Territorialstaat als zentrales Ordnungsmodell internationaler Politik zunehmend unter „Belagerungszustand“ geraten. Empirisch zeigt sich dies einmal an der Vielfalt von Fällen in Entwicklungsregionen, in denen das angenommene staatliche „Monopol legitimen physischen Zwanges“ – nach Max Weber konstituierendes Merkmal moderner Staatlichkeit – immer wieder in Frage gestellt wird. Und konzeptionell reagiert die aktuelle sozialwissenschaftliche und politikberatende Forschung auf diese perzipierte Unterminierung souveräner Staatlichkeit mit einem gesteigerten Interesse an Fragen von fragiler Staatlichkeit, Staatszerfall und Staatskollaps außerhalb der OECD. Zentraler Fokus ist hierbei das jeweilige Verhältnis von Staat und Gesellschaft sowie dessen Veränderungsprozesse, insbesondere im Hinblick auf die Frage der internen Gewaltkontrolle.
Auf die Region des Vorderen Orients übertragen, lassen sich hieraus drei miteinander zusammenhängende Besonderheiten herausstellen: (1) Abgesehen vom Irak nach 2003 sowie dem Libanon während der Zeit des Bürgerkriegs (1975-1990) lässt sich für den Vorderen Orient seit der Dekolonisierung in den 1950er und 1960er Jahren eine auffällige Dauerhaftigkeit stabiler, wenn auch schwacher Staatlichkeit konstatieren. (2) Dieser generelle Stabilitätsbefund ist umso erklärungsbedürftiger, als es sich jeweils um post-koloniale Staaten handelt, die extern durch ein hohes Maß an politischer Durchlässigkeit und intern durch eine Vielzahl von sozio-ökonomischen und identitären Konfliktlinien gekennzeichnet ist. (3) Weiterhin ist zu bedenken, dass autoritäre Regime, die die dominante Form politischer Herrschaftsausübung im Vorderen Orient darstellen, im Vergleich zu Demokratien über weniger gewaltfreie Mittel des internen Konfliktaustrags verfügen.
Von dieser Konstellation ausgehend wird in dieser Arbeit der Frage nachgegangen, wie sich in den Staaten des Vorderen Orients der innergesellschaftliche Konfliktaustrag ausgestaltet und welche Rückwirkungen sich hieraus auf die jeweilige Ausprägung von Staatlichkeit und Gewaltkontrolle ergeben. Die theoriegeleitete Untersuchung geht von aktuellen sozialwissenschaftlichen Konzeptionalisierungen zu politischen Gewaltkonflikten und state-society relations außerhalb der OECD sowie von regionalspezifischen Studien zur politischen Soziologie des Vorderen Orients aus. Ihr empirisches Hauptaugenmerk liegt auf der detaillierten Analyse verschiedener interner Gewaltkonflikte; diese zeichnen sich allesamt dadurch aus, dass sie entlang unterschiedlicher identitärer Konfliktlinien – ethnisch (Algerien, Syrien), konfessionell (Bahrain) und tribal-islamistisch (Jordanien) – verlaufen, zugleich aber auch auf spezifische sozio-ökonomische Ursachen zurückgehen und allesamt verschiedene Konfliktphasen aufweisen. Mittels einer intraregional vergleichenden Struktur- und Prozessanalyse können gemeinsame Muster des zeitweise gewaltsamen Konfliktaustrags zwischen staatlichen und gesellschaftlichen Akteuren im Vorderen Orient herausgearbeitet werden. Damit leistet die Arbeit auch einen Beitrag, das Desiderat der politikwissenschaftlichen Konfliktforschung zu dieser Region ein stückweit zu schließen.

4. Jan Bernhardt

Die Diskurse der Europäischen Union: europäische Menschenrechts- und Sicherheitspolitik als Mechanismen politischer Identitätsbildung


Aus diskurstheoretischer Perspektive beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit Prozessen der europäischen Identitätsbildung und der Frage, ob diese in den letzten Jahren Veränderungen unterworfen waren. Das Phänomen einer spezifisch politischen EU-Identität und ihrer Entstehung, bzw. Transformation, soll dabei anhand ausgewählter politischer Diskurse untersucht werden.
Ausgangspunkt meiner Dissertation ist eine Forschungsrichtung in den Internationalen Beziehungen, die realistische und idealistische Ansätze um konstruktivistische Elemente erweitert sehen will. Damit lassen sich Prozesse der Gemeinschaftsbildung von politischen Systemen wie etwa dem der ‚Europäischen Union’ für eine Analyse öffnen. Die empirische Vorgehensweise soll dementsprechend europäische Politik im Hinblick auf das eigene Selbstverständnis und seine Entstehung befragen. Welche Rolle spielen etwa die politischen Themen ‚Menschenrechte’ und ‚Sicherheit’ bei der Unterscheidung europäischer Politik von anderen politischen Systemen? Haben diese Konzepte auch identitätsbildende Funktionen, und wenn ja, in welcher Art und Weise?
Anhand dieser Fragen werde ich Formen der europäischen Gemeinschaftsbildung untersuchen. Ich plane, den empirischen Teil meiner Arbeit durch die Auswertung von Interviews mit Politikern von europäischen Institutionen sowie ggf. von EU-Dokumenten und Artikeln in Tageszeitungen durchzuführen. Bei der Beurteilung der Daten soll es auch darum gehen herauszufinden, ob es im Verlauf des Integrationsprozesses zu Veränderungen in der Form der europäischen Identitätsbildung gekommen ist.

Promotionsprojekte 2002 - 2004 im Rahmen der DSF an der Philipps- Universität Marburg / Zentrum für Konfliktforschung:

1. Katharina Gajdukowa

Thema: Konfliktlösungspotential von Opfer-Täter-Begegnungsprojekten in der Post-DDR-Zeit.

Nach dem Ende der DDR gab es vereinzelt Gesprächsgruppen von Opfern und Tätern des Staatssicherheitssystems. Diese Begegnungsprojekte fanden meist in kirchlichen Räumen statt, wo sie von Pfarrern geleitet wurden. Ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit trafen mit Bürgerrechtlern und Gemeindemitgliedern zusammen. In dieser Studie soll die Interaktion dieser Begegnungen rekonstruiert werden.
Die Ergebnisse der empirischen Interaktionsanalyse werden in Beziehung gesetzt zu Forschungsergebnissen zum Täter-Opfer-Ausgleich (TOA).
Dabei werden für die Begegnungsprojekte Grenzen und Möglichkeiten der konstruktiven Bearbeitung des Täter-Opfer-Konfliktes analysiert. Insbesondere geschieht dies vor dem Hintergrund der strafrechtlichen (Nicht)Relevanz von System-Unrecht. Ziel dieser Studie ist die Erarbeitung von Möglichkeiten und Bedingungen konstruktiver Konfliktbearbeitung bei der Täter-Opfer-Begegnung nach politischem Macht- und Systemwechsel.

2. Saskia Sell

Thema: Qualifizierung zur zivilen Konfliktbearbeitung in Deutschland im Vergleich - Rekrutierung, Aus- und Fortbildung und Bewährung im Einsatz

Im Laufe der vergangenen Jahre hat Zivile Konfliktbearbeitung – verstanden als Sammelbegriff für all jene Maßnahmen, die zur Transformation von gewaltförmigen Konflikten auf ein niedrigeres Gewaltniveau bzw. zur Verhinderung einer Eskalation von Konflikten angewendet werden – in der bundesdeutschen Außenpolitik an Bedeutung gewonnen. Mit dem Regierungswechsel 1998 begann die staatliche Seite intensiver mit denjenigen gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen zusammen zu arbeiten, die bereits auf eine lange Tradition in Krisenprävention und Konfliktnachsorge zurück blicken und über Wissen und Erfahrungen in friedensschaffender und –fördernder Arbeit verfügen (so z.B. mit Praktikern aus der Entwicklungszusammenarbeit, der Humanitären Hilfe, der Friedens- und Menschenrechtsarbeit). Durch diese verstärkte Zusammenarbeit und die damit verbesserte Finanzlage vergrößerte sich die Anzahl der Praktiker der Zivilen Konfliktbearbeitung, mehr Projekte und Aktivitäten in Krisenregionen weltweit wurden ermöglicht, der Bedarf an ausgebildeten Personen für Auslandseinsätze nahm zu.
Um die größere Nachfrage bedienen zu können, entwickelten die vorgenannten Arbeitsfelder eigene Ausbildungsstandards und gaben sich Schulungsstrukturen; eine Kooperation und Koordination zwischen den verschiedenen Arbeitsfeldern fand hingegen nur in geringem Maße statt. Viele Ausbildungsstrukturen und –inhalte existieren daher heute parallel. Die o.g. Doktorarbeit soll nun eine arbeitsfeldübergreifende Bestandsaufnahme der vorhandenen staatlichen und nichtstaatlichen Ausbildungsmaßnahmen in Deutschland leisten. Die Maßnahmen wurden bezüglich ihrer Rekrutierungsmuster und Anforderungsprofile gesichtet, die Schulungsinhalte gesammelt, die Rahmen- und Begleitumstände der Qualifizierungsmaßnahmen, die Bewährungen der Ausbildungen im Einsatz evaluiert und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Maßnahmen herausgearbeitet. Ziel einer solchen Evaluation ist die Überprüfung, ob vorhandene Maßnahmen miteinander verbindbar und besser koordinierbar sind, bis hin zur Durchführung gemeinsamer Basisprogramme (Module). Die Kosten- und Qualifizierungsvorteile einer Koordinierung liegen auf der Hand. Zur Gewinnung der Daten werden zum einen Interviews mit Experten und Rückkehrern aus Auslandseinsätzen geführt, zum anderen die auf die einzelnen Arbeitsfelder bezogenen Evaluationsstudien ausgewertet.

3. Sascha Werthes

Thema: Möglichkeiten und Grenzen de Konfliktregelung mittels Sanktionen im Rahmen der Vereinten Nationen

Das Dissertationsvorhaben betrachtet UN-Sanktionen als ein Instrument der Konfliktregelung (jenseits einer militärischen Lösungsoptik). Mittels Fallanalysen, Experteninterviews und Dokumentenanalysen sollen die Möglichkeiten und Grenzen der Konfliktregelung durch Sanktionen evaluiert und ausgearbeitet werden. Hierbei steht vor allem das Konzept der sogenannten Smart Sanctions (intelligente/clevere Sanktionen) im Vordergrund. Die Studie untersucht diesen Ansatz auf seine Stärken und Schwächen sowie durch mehrere politikwissenschaftlich orientierte Fallanalysen auf seine Anwendbarkeit in konkreten Konfliktsituationen. Die Untersuchung greift auch auf die Ergebnisse und Erkenntnisse von Untersuchungen zu unilateralen Sanktionsregimen zurück und erforscht ihre Übertragbarkeit auf multilaterale Sanktionsregime im Rahmen der Vereinten Nationen. Sanktionen als Instrument der Konfliktregelung sollen im Rahmen des Dissertationsvorhabens auch und vor allem im Hinblick auf ihren konstruktiven Nutzen für eine Konfliktregelung innerhalb eines Verhandlungsprozesses betrachtet werden. Letztlich sollen die Erkenntnisse und Ergebnisse des Dissertationsvorhabens dazu beitragen, Sanktionen im Rahmen eines Verhandlungsprozesses als politisches Instrument der Konfliktregelung zu begreifen. Hierbei steht die Erarbeitung von Möglichkeiten einer konstruktiven Anwendung im Kontext von geeigneten Handlungsfeldern bzw. Fällen im Vordergrund.

4. Meral Gezici

Thema: Conflict perception and conflict behaviour - Ethnic minorities and the processes of exclusion and integration

Germany is a major immigrant-receiving country which means different cultural groups possess social value disproportionately, namely, superior and inferior groups exist. In other words, in Germany, immigrants can be regarded as one of the subordinate groups and Germans as the dominant group. Because of the systemic obstacles such as political context, economic situation (e.g., unemployment rate), democratic issues (e.g., desired population level), immigration policy, and attitudes towards immigration (e.g., prejudice), immigrants may encounter many problems in acting to protect their own group interests. This may lead the difficulty in involvement in the politics of receiving society. Perceiving the problems as individual or collective may also determine the political attitudes and behaviours: the attempts at social change or individual profits. Besides, other social psychological variables may have effect on political engagement and participation of immigrants that may vary with their identification with the ingroup (i.e., whether they identify with dominant or nondominant groups), perception of intergroup relations (i.e., whether the boundaries between groups are seen as stable, legitimate or permeable), acculturation strategies (i.e., whether integration, assimilation or segregation is used). Social dominance orientation (i.e, whether the domination of “inferior” groups by “superior” groups is desired and supported), political identity (i.e., whether politics is salience to them, whether oriented to collective or oneself, whether blame system or individuals, and whether have left or right ideology), power discontent (i.e., whether relative deprivation is perceived or not). Revealing a pattern of relationships between these variables is the major purpose of the present study. The sample is planned to consist of 18-25 years old men and women who live in Germany as nondominat group members.