Friedensgutachten
Das Friedensgutachten
ist das gemeinsame Jahrbuch der fünf Institute für Friedens- und Konfliktforschung in
der Bundesrepublik. Es erscheint seit 1987. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
aus verschiedenen Disziplinen untersuchen die internationale Konfliktrealität aus
friedensstrategischer Perspektive. Auf ihre Analysen stützt sich die Stellungnahme der
Herausgeber und Herausgeberinnen. Sie zieht Bilanz, pointiert die Ergebnisse und
formuliert Empfehlungen für die Friedens- und Sicherheitspolitik in Deutschland und
Europa.
Weitere Informationen unter: http://www.friedensgutachten.de.
Zusammenfassung
Das Friedensgutachten 2011 stellt revolutionäre Umbrüche, Krieg und Intervention im arabischen Raum an den Anfang seiner Bilanz. Die Herausgeberinnen und Herausgeber diskutieren Implikationen für die Politik Europas und europäischer Staaten. Eine neue Mittelmeerpolitik sowie eine Asyl- und Einwanderungspolitik in Übereinstimmung mit der Menschenrechtscharta sind das Gebot der Stunde. Mit Blick auf den lybischen Bürgerkrieg fordert das Herausgeberteam, den Schutz der Zivilbevölkerung wieder, wie ursprünglich in der UN-Resolution angelegt, in den Mittelpunkt der Intervention zu stellen. Die Bundesregierung wird aufgerufen, in der UNO und in allen anderen Gremien, wo Deutschland Sitz und Stimme hat, diplomatisch initiativ zu werden, um der Logik des Krieges Einhalt zu gebieten.
Der Zustand des Friedensprojekts Europa nach drei Jahren Wirtschafts- und Finanzkrise steht im Mittelpunkt des Friedensgutachten 2011. Die Integration galt lange als die politische Errungenschaft im jahrhundertelang so kriegerischen Europa. Die Herausgeber diskutieren Leerstellen und Zukunftschancen des europäischen Projekts. Globalisierung und Migration fordern die nationalstaatlich verfassten Gesellschaften Europas heraus. Sind sie der neuen Wirklichkeit gewachsen? Europa wirbt mit dem Geist seiner Vielfalt als Kern seiner Identität. Diese Vision steht auf dem Spiel, auch gegenüber den Nachbarn im Osten und Süden. Was muss geschehen, damit daraus nicht ein Europa der Ängste und Egoismen wird?
Zudem zieht das Friedensgutachten eine Bilanz der militärischen Interventionen in Afghanistan und in anderen bewaffneten Konflikten oder humanitären Katastrophen und untersucht Rüstungstrends, Abrüstungschancen, die neue Strategie der NATO sowie die Reform der Bundeswehr.
Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Jahrbuch der fünf Institute für Friedens- und Konfliktforschung in der Bundesrepublik, das seit 1987 erscheint. Zahlreiche Wissenschaftler verschiedener Disziplinen untersuchen die internationale Konfliktrealität aus friedensstrategischer Perspektive. Auf ihre Analysen stützt sich die Stellungnahme der Herausgeber. Sie zieht Bilanz, pointiert die Ergebnisse und formuliert Empfehlungen für die Friedens- und Sicherheitspolitik in Deutschland und Europa.
Das Friedensgutachten 2011 wird im Auftrag der fünf Institute herausgegeben von Margret Johannsen, Bruno Schoch, Corinna Hauswedell, Tobias Debiel und Christiane Fröhlich.
Inhaltsverzeichnis, Vorwort sowie Stellungnahme der Herausgeber und Herausgeberinnen unter


