Zwischen Kontrolle und Kooperation: Technologietransfers und Bemühungen um die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen
Projektleiter: Professor Dr. Götz Neuneck, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)
Projektbearbeiter: Dr. Oliver Meier
Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (www.ifsh.de)
Email: oliver@armscontrol.org
Zusammenfassung
Das Forschungsprojekt untersucht, in welchem Maß Regeln zur Kontrolle von „dual-use“-Technologien, bzw. Regeln zur Kooperation bei der friedlichen Nutzung solcher Technologien dazu beitragen, die Legitimität von Nichtverbreitungs-Regimen zu vergrößern. Dazu wird die Haltung von drei Staatengruppen in den drei Regimen zur Kontrolle von atomaren, biologischen und chemischen Waffen vor und nach dem 11. September verglichen.
Im Ergebnis sollen Politikempfehlungen erarbeitet werden, wie das Problem des Transfers von „dual-use“-Technologien im Sinne einer tragfähigen und möglichst universellen Regelung gestaltet werden kann. Wie viel Kontrolle ist notwendig, um die Weitergabe doppelt verwendbarer Technologien zu begrenzen? Wie viel Kooperation auf zivilem Gebiet ist möglich, um Anreize zur Umsetzung der allgemeinen Regimeziele zu gewährleisten? Welcher Mix von angebots- und nachfrageorientierten Instrumenten fördert Regimelegitimität am besten? Zwischenergebnisse sollen 2009 und 2010 auf Staatentreffen der drei Regime sowie auf einem internationalen Workshop zur Diskussion gestellt werden. Die Ergebnisse des Projekts werden zudem in einer Monographie veröffentlicht.
Between Control and Cooperation: Technology transfers and nonproliferation of weapons of mass destruction
Abstract
The project aims to better understand the impact of technology transfers on efforts to control the spread of weapons of mass destruction. Its goal is to find out under which conditions measures to promote and control technology transfers increase or decrease the legitimacy of regimes to control nuclear, chemical and biological weapons. Specifically, the project wants to analyse policy changes after September 11, 2001 in three separate state groupings, namely industrialised, newly industrialised and developing countries.
The project aims at policy recommendations to deal with the dilemmas posed by dual-use technology transfers in a sustainable and broadly accepted manner. How much control is necessary to prevent the illicit spread of dual-use technologies? How much peaceful cooperation is possible, in order to increase regime support? Which mix of demand- and supply-side measures fosters regime legitimacy best? Results will be published in a book and put to decision-makers in workshops.
