Zur Einführung in das Thema stellte Verena Schulze Palstring (IMIS) die Grundzüge des Verbundprojektes vor. Sie machte deutlich, dass es nicht nur darum gehe, den forschungspolitischen Handlungsbedarf zu ermitteln, sondern die Erkenntnisse aus dem Projekt unmittelbar für die Wissenschaft und die politische Praxis nutzbar zu machen. Hierbei verwies sie sowohl auf die internetgestützte Datenbank zur Forschungslandschaft als auch auf erste Transferveranstaltungen, wie die Arbeitstagung mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus Kommunen und Zivilgesellschaft sowie auf die Vorstellung des Projektes im Ausschuss für Bildung und Forschung im Januar 2017.

 

Es folgten zwei thematische Impulse, die auf zentrale Herausforderungen der gegenwärtigen und künftigen Flüchtlingspolitik aufmerksam machten. Dr. Benjamin Etzold (BICC) widmete sich insbesondere den anhaltenden Fluchtsituationen, die Menschen in großer Zahl über lange Zeiträume in unsichere, mitunter bedrohliche Lebensumstände brächten. Eine Rückkehr in die Herkunftsregion sei aufgrund der Konfliktlage kaum möglich, eine Fortsetzung der Flucht in andere Aufnahmeländer werde meist verwehrt. Die Lebensbedingungen in den Flüchtlingslagern seien durch eine fehlende Infrastruktur für Bildung und Arbeit und damit von einer großen Perspektivlosigkeit gekennzeichnet. Hier gelte es nicht nur aus humanitären, sondern auch aus konfliktpräventiven Gründen über alternative Handlungskonzepte, z. B. über Umsiedlungsprogramme und andere legale Zuwanderungsmöglichkeiten in sichere Drittstaaten, nachzudenken.

 

Das offensichtliche ScheiternRunde PA2017 von Regimen der internationalen Flüchtlingspolitik bildete den Ausgangspunkt für den Impulsbeitrag von Dr. Olaf Kleist (IMIS). Die Bemühungen, die Flüchtlingspolitik umzusteuern, hätten in Europa bislang zu keiner nachhaltigen Lösung geführt. Vielmehr seien teilweise widersprüchliche Trends zu beobachten, um die Fluchtbewegungen auf staatlicher Ebene kontrollieren und steuern zu können. Es bestehe die große Gefahr, dass Flüchtlingsrechte immer stärker ausgehebelt würden, nicht zuletzt auch durch die finanziell unterstützte Auslagerung der Aufnahme von Schutzsuchenden in vermeintlich sichere Drittstaaten. Gleichzeitig verfüge insbesondere Deutschland über eine jahrzehntelange Erfahrung bei der Aufnahme und Integration geflüchteter und zugewanderter Menschen, was sich nicht zuletzt auch in großem zivilgesellschaftlichem Engagement niederschlage. Insofern eröffneten sich trotz aller Risiken auch Chancen für neue politische Ansätze einer an humanitären und demokratischen Werten orientierten Flüchtlingspolitik. Das Verbundprojekt „Flucht: Forschung und Transfer“ werde zu dieser Debatte wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse beisteuern.

AUS DEN GREMIEN:

 

Neuberufungen in den Stiftungsrat

 

Neues Führungsteam der DSF

 

Neue Mitglieder im Wissenschaftlichen Beirat

 

schneckener aktuell
Informationen zur Teilnahme des Vorstands-Vorsitzenden an Kick-off conference

 

Veranstaltungen der Stiftung:

 

Workshop der Stiftung und Fachsymposion von DSF und FONAS in Berlin

 

Transferveranstaltungen im Rahmen des Projektes „Salafismus in Deutschland. Forschungsstand und Wissenstransfer“

 

15 Jahre Deutsche Stiftung Friedensforschung

Veranstaltung aus Anlass des 15jährigen Bestehens der Stiftung
10. März 2016, 18 Uhr, Friedenssaal des historischen Rathauses der Stadt Osnabrück

zum Bericht

 

NEU IN DER PROJEKTFÖRDERUNG

FÖRDERKONZEPT DSF

 

Foerderkonzept



 

 

NEUE PUBLIKATIONEN

Stiftungseigene Veröffentlichungen

 

Projektpublikationen

 




Handbook on Sustainability Transition and Sustainable Peace
Herausgeber: Brauch, H.G., Oswald Spring, Ú., Grin, J., Scheffran, J. (Eds.) 
Springer 2016

 

dembinski

 

"Auslandseinsätze evaluieren. Wie lässt sich Orientierungswissen zu humanitären Interventionen gewinnen?" von Matthias Dembinski und Thorsten Gromes, HSKF-Report Nr. 8/2016

 

peacebuilding


Peacebuilding in Crisis
Rethinking Paradigms and Practices of Transnational Cooperation
Edited by Tobias Debiel, Thomas Held, Ulrich Schneckener
Routledge 2016

neueste Rezension in: Wissenschaft und Frieden 3/2016, S. 55-56

 

 

 

 

friedensgutachten 2017 

 

 

 

 

Friedensgutachten 2017

 

 

frieden lernen cover 

Frieden lernen mit Reportagen

 

 

 

 


 

 

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