Workshop zur künftigen Forschungsförderung der DSF

 

Nixdorff neuDer Workshop gliederte sich in drei übergeordnete Themenfelder: Prof. Dr. Kathryn Nixdorff, TU Darmstadt, berichtete über aktuelle Forschungstrends im Feld der Lebenswissenschaften und sah vor allem im Bereich von Dual-Use-Technologien präventiver Rüstungskontrolle einen großen Forschungsbedarf. Zudem sei es von grundlegender Bedeutung, die internationalen Regime wie das Chemiewaffen- und Biowaffenübereinkommen an neue Herausforderungen anzupassen.

Dr. Niklas Schörnig, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), befasste sich mit zukunftsweisenden Forschungsfragen auf dem Gebiet der Informationstechnologien. Hierzu zähle vor allem die wachsende Bedeutung von elektronischen Assistenzsystemen, die immer mehr in Richtung auf eine autonome, menschliche Kontrolle zumindest einschränkende Robotik weiterentwickelt würden. Außerdem sah Schörnig in der Proliferation militärisch nutzbarer Technologien ein großes Risikopotenzial. Auch der Cyberraum entwickle sich immer stärker zu einem militärstrategischen Operationsfeld. Neue Technologien trügen wesentlich dazu bei, dass die Kriegführung sich beschleunige und zudem intransparent werde. Dies könne sich in hohem Maß destabilisierend auswirken. Bei allen Risiken dürfe jedoch nicht übersehen werden, dass neue Technologien auch ein großes Potenzial zur Lösung von Verifikations- und Monitoringaufgaben hätten.

Meier neu

Dr. Oliver Meier, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), wandte sich dem eher „klassischen“ Themengebiet „Strategische Stabilität und neue Technologien“ zu und verwies auf drei langfristige Trends, die es erforderlich machten, etablierte Regime und Instrumente zu überdenken. So sei ein zunehmender Einsatz vernetzter Distanzwaffen wie Drohnen und Marschflugkörper zu beobachten. Zudem verschwömmen die Grenzen zwischen nuklearen und konventionellen Abschreckungsinstrumenten. Hier sei eine neue Qualität erreicht, die genauer untersucht werden müsse. Schließlich träten auch neue Konfliktakteure in Erscheinung, die neue Technologien einsetzten. Dieser Form eines asymmetrischen Rüstungswettlaufs sei bisher kaum Beachtung geschenkt worden.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sich darin einig, dass diese Forschungsfragen einer interdisziplinären Bearbeitung bedürften. Hierfür sei insbesondere eine naturwissenschaftlich- technische, eine politikwissenschaftliche und eine rechtwissenschaftliche Expertise von grundlegender Bedeutung. Der Workshop der DSF habe somit ergänzend zum eigentlichen Ziel einen wichtigen Akzent gesetzt, die einschlägigen Forschungen stärker miteinander zu versetzen. Des Weiteren bestand Übereinstimmung in der Einschätzung, dass künftige Projekte in diesem Forschungsfeld ein großes Transferpotenzial für die Politik- und Gesellschaftsberatung haben werden.

Die Stiftung wird die Ergebnisse des Workshops auswerten und in die Überlegungen zur möglichen Einrichtung der Förderlinie einfließen lassen.

AUS DEN GREMIEN:

 

Neuberufungen in den Stiftungsrat

 

Neues Führungsteam der DSF

 

Neue Mitglieder im Wissenschaftlichen Beirat

 

schneckener aktuell
Informationen zur Teilnahme des Vorstands-Vorsitzenden an Kick-off conference

 

Veranstaltungen der Stiftung:

 

Workshop der Stiftung und Fachsymposion von DSF und FONAS in Berlin

 

Transferveranstaltungen im Rahmen des Projektes „Salafismus in Deutschland. Forschungsstand und Wissenstransfer“

 

15 Jahre Deutsche Stiftung Friedensforschung

Veranstaltung aus Anlass des 15jährigen Bestehens der Stiftung
10. März 2016, 18 Uhr, Friedenssaal des historischen Rathauses der Stadt Osnabrück

zum Bericht

 

NEU IN DER PROJEKTFÖRDERUNG

FÖRDERKONZEPT DSF

 

Foerderkonzept



 

 

NEUE PUBLIKATIONEN

Stiftungseigene Veröffentlichungen

 

Projektpublikationen

 




Handbook on Sustainability Transition and Sustainable Peace
Herausgeber: Brauch, H.G., Oswald Spring, Ú., Grin, J., Scheffran, J. (Eds.) 
Springer 2016

 

dembinski

 

"Auslandseinsätze evaluieren. Wie lässt sich Orientierungswissen zu humanitären Interventionen gewinnen?" von Matthias Dembinski und Thorsten Gromes, HSKF-Report Nr. 8/2016

 

peacebuilding


Peacebuilding in Crisis
Rethinking Paradigms and Practices of Transnational Cooperation
Edited by Tobias Debiel, Thomas Held, Ulrich Schneckener
Routledge 2016

neueste Rezension in: Wissenschaft und Frieden 3/2016, S. 55-56

 

 

 

 

friedensgutachten 2017 

 

 

 

 

Friedensgutachten 2017

 

 

frieden lernen cover 

Frieden lernen mit Reportagen

 

 

 

 


 

 

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