Ethnischer Föderalismus - Institutionelle Voraussetzungen für Stabilität und Konfliktregelung
Projektleiter: Dr. Andreas Heinemann-Grüder
Publikationen
Andreas Heinemann-Grüder: Ein Schritt vorwärts, zwei zurück. Vom Ethnoföderalismus zum Russland der Russen. In: Osteuropa 57. Jg. 11/2007, S. 135-162.
Andreas Heinemann-Grüder: Is There a Lasting Meaning to Russia`s Ethnofederalism? In: Indian Journal of Federal Studies 1/2007, S. 31-56.
Andreas Heinemann-Grüder: Asymmetrien in multi-ethnischen Föderationen. In: Auf dem Weg zu asymmetrischem Föderalismus. Hrsg. Von Francesco Palermo. Baden-Baden: Nomos 2007, S. 1-13.
Andreas Heinemann-Grüder: Russia`s Ethnofederalism: Under-Institutionalized, Not Self Sustaining. In: Politics in the Russian Regions. Hrsg. Von Graeme Gill, Houdsmills: Palgrave/Macmillan 2007, S. 16-53.
Andreas Heinemann-Grüder: Konfliktprävention – eine Alternative zu Militäreinsätzen? In: Friedensgutachten 2007. Berlin: Lit Verlag, S. 122-134.
Andreas Heinemann-Grüder: Democratizing the European Union. With or without popular Sovereignty? In: Jose Ciprut: Democratizations. Comparisons, Confrontations, and Contrasts. MIT Press 2009, S. 119-144.
Zusammenfassung
Das Projekt verfolgt drei aufeinander aufbauende Ziele: Erstens, eine empirisch vergleichende Bestandsaufnahme ethno-föderaler Institutionen in vier multiethnischen Föderationen (Russland, Indien, Nigeria, Spanien). Zweitens, eine Erhebung und Typologisierung institutioneller Stabilitätsmerkmale. Drittens, die Generierung und Überprüfung von Hypothesen zum konstitutiven Zusammenhang zwischen der Art ethno-föderaler Institutionen und der Fähigkeit zur Konfliktregelung. Die Feststellung von Bedingungsverhältnissen zwischen Institutionen und Konflikten soll dabei in eine Typologie ethno-föderaler Arrangements münden, die über unterschiedliche Stabilitätsgrade und Potentiale zur Konfliktregelung verfügen. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Variablenstudie, es folgt der Annahme, dass die Intensität und Ausprägung ethnischer Präferenzen eine Funktion institutioneller Gelegenheitsstrukturen und Restriktionsbedingungen ist. Untersucht werden vor allem die Grundvoraussetzungen föderaler Stabilität, Vorkehrungen zur Privilegierung ethnischer Gruppen und Konfliktregelungsmechanismen. Auf der Grundlage der aggregierten Indikatoren für „Stabilität“, „ethnische Privilegierung“ und „Mechanismen der Konfliktregulierung“ soll eine institutionenbezogene Typologie ethno-föderaler Arrangements entstehen. Die Ergebnisse der vier komparativen Fallstudien könnten den Anstoß für weiter gehende Studien zu multiethnischen Föderationen geben.
