Verabschiedung von Prof. Dr. Volker Rittberger als Vorsitzender der Deutschen Stiftung Friedensforschung
Am 22. April 2010 verabschiedete die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) ihren langjährigen Vorsitzenden, Prof. Dr. Volker Rittberger, mit einem Empfang in der Evangelischen Akademie zu Berlin. Die Einladung der Stiftung stieß auf eine große Resonanz, so dass der Veranstaltungsraum bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Professor Rittberger war im September 2003 zum Vorsitzenden der DSF gewählt und 2008 für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Gesundheitliche Probleme veranlassten ihn, sein Amt vorzeitig zu Verfügung zu stellen.
Nach einer Begrüßung durch die stellvertretende Vorsitzende, Dr. Martina Fischer, hielt Staatssekretär a. D. Wolf-Michael Catenhusen die Laudatio, in der er die Verdienste Professor Rittbergers als Stiftungsvorsitzender umfassend würdigte.
Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit sprachen die Vertreter der Bundesregierung im Stiftungsrat der DSF, Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung; Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, aus. Die Stiftung könne nicht nur auf eine überaus erfolgreiche Bilanz ihrer Fördertätigkeit verweisen, sondern leiste auch wichtige Beiträge für den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis.
Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Winfried Nachtwei, der dem Stiftungsrat der DSF in den Jahren 2001 bis 2006 angehört hatte, erinnerte in seinem Beitrag an die kontroversen politischen Debatten über die Gründung der Stiftung. Diese gehörten jedoch der Vergangenheit an, da sich die Stiftung insbesondere durch die Amtsführung von Professor Rittberger in allen politischen Lagern große Anerkennung erworben habe.
Nach Beiträgen der Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats der DSF, Dr. Constanze Stelzenmüller,The German Marshall Fund of the United States, und Prof. Dr. Michael Zürn, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, bedankte sich der neu gewählte Vorsitzende Prof. Dr. Michael Brzoska bei seinem Vorgänger für dessen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Stiftung. Besonders betonte er Professor Rittbergers Kraft zur Integration und Führung. Mit seiner klaren Definition der Friedens- und Konfliktforschung und dem Bestehen auf professionellen Verfahren, wie sie im wissenschaftlichen Kontext anerkannt seien, sei es ihm gelungen, die unterschiedlichen Ansprüche aus der Gemeinde der Friedensforschenden zu kanalisieren, ohne Antipathien zu erzeugen. Dafür gebühre ihm hohe Anerkennung.
Zum Abschluss bedankte sich Professor Rittberger bei den Mitgliedern des Stiftungsrats, des Wissenschaftlichen Beirats sowie den Kooperationspartnern in Wissenschaft und Politik für die fruchtbare Zusammenarbeit und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass die erfolgreiche Arbeit der Stiftung sich künftig auch in einer angemesseneren Kapitalausstattung niederschlagen werde.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch Wolf-Michael Catenhusen verabschiedet, der dem Stiftungsrat und den Geschäftsführenden Vorstand der DSF fast zehn Jahre angehört hatte.
